Tag 10, zwei in einem

Mittwoch, 24. Mai
Kinlochleven – Inveroan (ca. 29 Kilometer)
Ich werde heute ein wenig später wach, und muss feststellen das die angesagte Wetterbesserung sich offensichtlich verspätet. Wie dem auch sei, heut wirds recht lang, also steh ich auf und bereite die Abreise vor, beim Frühstücken unterhalte ich mich noch mit einem wirklich nettem Pärchen aus Holland und einer sympatischen jungen Finnin, wir haben bisschen was zum lachen und die Holländer verraten mir das sie nichts von nem Campverbot mitbekommen haben, sie sind den Teil aber regulär in 2 Tagen gegangen.
Ich verabschiede mich und los gehts, auf in die Wolken! (so tief wie die hängen is das ni schwer) und nach kurzer Zeit hörts immerhin zu regnen auf.
Der Bereich um die Talsperre, eignet sich sehr wohl zum zelten wie ich sehe, selbst größere Zelte hätten Platz, aber egal mit einsetzendem Regen gestern wollt ich eh nicht mehr weiter. Und das Wifi wars alle mal Wert!
die Aussicht hier is aber auch echt nicht besonders, bin in ner Wolke halt..

 

 

liegt vielleicht am Wetter?
Schade drum, das sieht hier sicher toll aus, aber nennenswerte Aussichten bleiben mir verwehrt, auch auf dem Pass über Devils Staircase keine Sicht.. dabei is das der Höchste Punkt Schottlands den ich bisher, und auch bis auf weiteres betreten habe bzw haben werde. ca. 550 Meter über dem Meer, bei ca 25 bin ich heute morgen los.

 

Fahrräder den Berg hochzutragen scheint “In” zu sein

 

Gipfelfoto, mit Aussicht!
Auf dem Weg runter, der recht steil ist aber immerhin in Serpentinen geführt, kommen mir noch Radfahrer entgegen die ihr Gefährt hier hochtragen, na da kann ich mir echt spaßigeres vorstellen!
Unten angekommen habe ich das erste mal Sicht, und sogar die erste Sitzbank des WHW für mich! also Pause!
Nun gehts wenig erquickend an ner Fernstraße lang bis zum Kingshouse Hostel, hier würde theoretisch die Etappe enden, aber es is erst mittag und die Beine wollen weiter, also gibts hier nur was zum aufwärmen und weiter gehts.
Unweit ist das Glencoe Mountain Center neben dem ich über einen Sattel is nächste Tal gelange, und ich stelle fest, die Wolken tun sich auf, Sonne, gefühlt das erstemal seit Wochen. Also kurz umdisponiert und noch eine Pause eingebaut.
Hallo kleiner Freund

 

Gut erholt und Trocken gehts weiter. In das Tal des Flusses Bá, hier wollte ich ursprünglich Zelten. Bisher kam auch kein Schild was das verbieten würde.
Am See, “Lochan Mhic Pheadair Ruaidhe” (wortwörtliche Übersetzung: See Sohn Peter Eichhörnchen) isses aber nicht so zum Zelten geeignet wie gedacht, und die Beine wollen immernoch laufen. Und das Obwohl es seit dem Mounten Center auf einer alten Handelsstraße langeht die einem ne ordentliche Fußmassage verpasst, immerhin bleiben so die Füße trocken!
Das Wetter mach da Weiter wo es am vormittag aufgehört hatte und beständiger Niesel setzt erneut ein.
Doch nicht mehr lange und die alte Handelsstraße (von 1804 wie ich lesen darf) endet an einer Asphaltpiste der ich noch bis zur Brücke vor dem Inveroan Hotel folge, hier ist der Zeltplatz für heute, und 29 Kilometer reichen dann auch meinen Beinen 😉
Das Zelt steht flott, und Wasser filter ich mir auch noch schnell, dann is Feierabend für heute, nur noch Abendbrot und ab zu Sack!
Gruß euer Bresh (wieder mal total durchgeweicht und nach totem Tier stinkend)

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