Tag 13, in der Kürze liegt die Würze

Sonnabend, 27. Mai
Doune – Rowcoish (ca. 10 Kilometer)
Man war das ne Nacht! Nachdem ich festgestellt habe das die Zeckensaison losgeht (da waren dutzende!), und ich mich komplett mit Smidge eingerieben habe, konnt ich halbwegs beruhigt zu Sack gehen. Gegen elf werde ich das erstemal wach, irgendein scheppern weckt mich gefolgt von, mh.. wirklich.. ja gefolgt von Techno-“Musik” oO..
Da hat grad nen Kahn aufgesetzt mit Leuten die hier offenbar feiern wollen, also gut 200 Meter weiter.. Na klasse!
Ich kann dennoch wieder einschlafen und werde gegen halb zwei nochmals wach als ich so ein zischen vernehme, klingt wie ein drohender Schwan denk ich.. dann knallts! Peng!!! Feuerwerk! Echt jetz? Ich liege mitten in einem Naturschutzgebiet und werde von Feuerwerk in meiner unmittelbaren Nähe geweckt? Die Partypeople in ihrem Bötchen habens echt drauf denk ich mir. Nachdem ich mir aber ausgemalt habe wie eine Diskussion, um halb 2, mit betrunkenen Jungendlichen verlaufen wird, entschließ ich mich liegen zu bleiben, zumal sie mich offenbar auch nicht bemerkt zu haben scheinen.
Heut morgen werd ich dann nicht ganz so Zeitig wach, warum nur..
Nach der Zeckengeschichte gestern, entschließe ich mich Schlafsack und co schnell im Innenzelt zu verpacken, und den Rest ans (steinige) Ufer zu bringen, dort gibts dann auch Frühstück. Bei den Partypeople bleibts bis zum Aufbruch ruhig, wen wunderts..
Kurz nach dem Start gehts schön durch den Wald und die schwüle plus das auf und ab lassen mich gut anschwitzen. Dann wird es steiniger, anstrengender, für ein bis zwei Kilometer kann man fast meinen ich wär am Rogen, einmal muss ich sogar die Hände zu Hilfe nehmen und fast schon klettern =D
Aber die Passage ist recht kurz, der Rest ist dann bis auf ein Wenig auf und ab bequem zu laufen. Kurz vor Inversnaid treff ich die Leipziger wieder, welche grad den Aufbruch angehen wollen, und wenig später mach ich Rast an einem Hotel, dort gibts Cola und (instabiles) Wifi, beides wird ausgiebig genutz. Die Leipziger stärken sich auch dort, und nach einer ausgedehnten Pause gehts weiter, für mich nur bis zur Bothy Rowcoish, auf dem Weg dahin ergatter ich noch ne Banane, die ich, völlig Nass geschwitzt wie ich bin, direkt an der Bothy verzehre! In der Hütte riechts mir zu sehr nach Hikerdünsten also zieh ich runter ans Wasser und bau das Zelt auf. Als es zum Nachmittag anfängt mit regnen, lieg ich längst im trockenen, für die nächsten Tage sollte der Spuk mit der Hitze durch sein und viel Regen ist auch nicht angesagt.
Ich hab keine große Lust auf nen Ruhetag, also werde ich die verbliebenen Kilometer auf drei Tage aufteilen, und eben drei kurze Wandertage an den Schluss hängen =)
Abgesehen davon habe ich noch eine interessante Gepäcktransportvariante gesehen. Neben Tagesrucksäcken und Transport durch ne Firma, und dem selber schleppen, gibts noch die Pärchenvariante, sie mit nem 10 Liter Handtäschchen auf dem Rücken und er mit nem 70 Liter Ungetüm =D
Scheinen immer Franzosen zu sein, komische Sitten haben die dort!
Grüße euer Partymuffel-Bresh
Morgenstimmung
Dem gefiel die Party wohl auch nicht
Bothy Doune

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