Tag 19 der erste Schnee

Freitag der 3. September, Vakkotavare – Brücke über den Kaitumjåkka ca 21 Km

Der gestrige Abend war kurz, ich hab mir aus meinen Tonnen von Puddingpulver eine Puddingsuppe gemacht, mangels Buchteln gabs Kekse dazu. Das war auch mal sehr lecker.

Dann gings zu Sack. Die Nacht bin ich zwei, drei mal wach geworden weril mir kalt war, das fehlende Biopren macht sich mal wieder bemerkbar^^ Ich habe mir dann meine Merinojacke angezogen und dann gings.

Am Morgen war es trocken und hier und da war der blaue Himmel zu sehen! Also Lager abbau Frühstück und dann los.

Heute geht es über zwei Höhenzüge, der erste gut 500 Höhenmeter, der zweite dann nochmal 300. Dazwischen geht es 400 runter an einen See den es Rudernderweise zu überqueren gilt. Inklussive Ruderstrecke sind es gut 22 Kilometer. Das klingt nach Beschäftigung für den Tag, also los!

Der erste Aufstieg beginnt steil und belohnt schnell mit Aussichten auf das Akkha Massiv, wenn das Wetter mitspielt, tut es aber nicht so bleibt immerhin die Sicht auf den See im Tal und damit die Gewissheit das es schon ganz schön hoch ging.

Das folgende Hochtal ist auch ganz hübsch, allerdings macht mir der Wind hier echt zu schaffen, es ist wirklich sehr windig. Und das bei ca 0 Grad. Ab und an mischt sich ein Schauer in die Szenerie, leichter Niesel welcher immer wieder kurz in Graupel/Schneefall übergeht. Das dauert immer nicht lange aber dennoch lädt das Wetter so nicht zum Verweilen ein!

Das geübte Auge erkennt sofort den beeindruckenden Mudslide, doppelte Schuhgröße!

Auf der anderen Seite wartet dann wieder viel Abstieg an den Teusajaure, der ist ca 1 Kilometer breit, und von hier oben aus sag ich mir, no Way bei dem Wind ruder ich nichts!

schön siehts aus!

Unten Angekommen wartet Rinda schon, wir haben uns für das Boot verabredet um es besser auszunutzen. Hier im Tal sieht es auch Wellenmäßig viel besser aus. Nach kurzem Hin und Her entscheiden wir es zu wagen. Das letzte Dritten hat viele Wellen und Strömung aber alles in allem sind wir flott drüben, wir hätten 4 Stunden auf das Motorboot warten müssen, und gönnen uns somit jetzt eine ganze Stunde Pause.

Dann geht es wieder Hoch, der zweite Anstieg des Tages, kurz vor dem Ende des Aalufstiegs treffe ich einen Holländer der in Kautokeino gestartet ist und nach Hemavan will,Erinnerungen an meine NKL Wanderung 2019 werden wach und wir quatschen ne Weile.

Währenddessen spurtet Rinda vorbei. Nach dem ich auch wieder weiter mache und sie nicht mehr zu gesicht bekomme (ich gehe eigentlich viel flotter) fange ich an mir Sorgen zu machen ob sie die Inge gemacht hat und sich verlaufen hat? Aber an ende denke ich mir, sie ist erfahren genug und kommt schon zurecht.

Das nächste Tal ist wieder sehr steinig, und massiert mir nochmal ordentlich die Füße. Als ich endlich an der Brücke bin brauch ich noch eine Weile bis ich einen Zeltplatz finde der mir zusagt. Aber alles in alles ist es perfekt hier, sogar die Sonne kommt raus!

Anderndhalb Stunden später kommt Rinda auch, sie hat einen Abstecher zum Wasserfall gemacht, somit is diese Sorge auch genommen und wir schnattern noch etwas bis wir aus dem Wind in unsre Zelte kriechen.

Gruß Bresh

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