Tag 19 Der Leuchturm

Dienstag 2. Juni, Sandwood Bay – Cape Wrath Ligthouse ca 13 Kilometer

Heute morgen bin ich mal wieder Zeitig wach, kurz vor sechs kriech ich dann das erste mal aus dem Zelt, und siehe da, zum einen scheint die Sonne und zum andren ist der Kollege welcher 100m weiter gezeltet hat schon verschwunden. Der will die ersten Kilometer wohl lieber durch Sand laufen und sich die ersten Höhenmeter sparen^^ Immerhin ist momentan früh morgens Ebbe, da kann man die ersten Klippen unten am Meer umgehen.

Bis ich abmarschbereit bin Ist die Sicht weg

Dann Beginnt es sich langsam zuzuziehen, das sieht nach regen aus, also sehe ich zu das ich packe und soviel Sand wie möglich hier lasse. kurz vor sieben lauf ich dann los. Bis zum Strath Chaillach River ist der weglose Abschnitt garnicht mal so Weglos, ganz im Gegenteil, es gibt einen klaren Pfad der sogar recht trocken ist. die Flussquerung ist kein Problem, anschließend verliert sich der Pfad. Auf dem „Gipfel“ des Cnoc a Gheodha Ruaidh (was für schräge Namen es doch auf gälisch gibt^^) mach ich Pause.

Blick nach vorn

Anschließend geht es weitestgehend Weglos weiter, am Keisgeig River beginnt der Truppenübungsplatz, da ist ein abenteuerlicher Unterstand und um den Abstiegt zum Fluss und den folgenden Aufstieg gibt es sogar einen Pfad.

Aber hier mach ich windgeschützt erstmal Pause.

gibt sogar nen Überstieg über den Stacheldrahtzaun!

Da es keine roten Flaggen gibt, ist das Betreten des Übungsgeländes gestattet, man soll lediglich mit Munition spielen, sollte man welche finden, sagen die Hinweisschilder. Also gut.. dann eben nicht =(

Nach dem folgenden Anstieg geht es eigentlich die ganze Zeit irgendwie bergab auf feuchten Wiesen. Das Meer zu meiner Linken schreite ich gemütlich vorran. Auch wenn das hier Weglos ist, ist es ein angehm weiches gehen. Nach einer Weile steige ich in eine kleine Schlucht ab und folge dieser bis zu dem kleinen Anstieg zur „Straße“.

Süße kleine „Schlucht“

Die Straße sieht arg mitgenommen aus, ein wunder das hier ein normaler PKW durchkommt. aber man sieht das der Fahrweg scheinbar mal Asphaltiert war^^

Hinweisschild das der Übungsplatz beginnt (kurz vorm Leuchturm, das Areal dort ist nicht teil des Übungsgeländes)

Mittlerweile zieht eine dichte Wolkensuppe auf, ich kann den Leuchtturm erst erkennen als ich vielleicht 200m vor ihm stehe.

Authentisches finisher Selfie mit Wolken am Cape Wrath Lighthouse

Das ankommen war, wie auch auf anderen Touren ein sehr besonderer Moment, ein emotionales Highlight quasi 😉

Besonders nach den Ereignissen vom letzten Jahr, ich erinner mich zwangsläufig an Bernard und widme ihm einen Moment. Er kann sein Cape Wrath Abenteuer leider nicht mehr abschließen.

Ich hingegen bin nach ziemlich genau 375 Kilometern nach 19 Tagen am Ende dieses Weitwanderweges angekommen.

Hier gibt es ein Café da ruhe ich eine Weile aus und esse etwas. Anschließend will ich noch nicht in den Bus steigen, ich werde noch zur Kerveig Bothy laufen und mich dort morgen Mittag vom Bus einsammeln lassen.

Sandwich mit Chips und Cola =D

An der Stelle bedanke ich mich bei all den tollen Leuten die ich kennenlernen durfte. Jack und Rich, James, Neil, Andy.. um nur die zu nennen mit denen ich länger zu tun hatte. Und ein besonderer Dank geht an die nette Dame von Leuchtturmcafé, super freundlich und mit einem tollen Tipp für die Strecke zu Bothie!

Der Teil nach dem Leuchtturm soll nicht Part des Reiseberichts an sich sein, eventuell fasse ich das anschließend noch zusammen. Fürs erste soll der Reisebericht hier enden.

Danke an alle Leser und vielleicht auch bald zuschauer, ich habe es erstmals geschafft jeden Tag genug Videomaterial zu filmen, das da bestimmt was auf Youtube draus wird 😉

Bis zum nächsten Wanderausflug

Euer Wanderbresh👋