Tag 1 der Nebel weicht

Montag der 16. August, Brücke über den Syterbäcken – Tärnasjön ca 21 Km

Die erste Tournacht dieses Jahres beginnt wie immer reichlich spät und ist nicht durch durchgängigen Schlafgekennzeichnet, zu ungewohnt, wenn auch vertraut sind die Geräusche der Natur. Das rauschen des Flusses, das rufen der Vögel, das flattern der Zeltplane.. alles Geräusche an die ich mich erstmal wieder gewöhnen werde. Abgesehen davon braucht es bis nach elf bis es endlich mal dunkel wird.

Am Morgen bin ich trotz alles gut erholt, lediglich die Sicht könnte besser sein, grad hänge ich vollkommen in einer Wolke, und nachts scheint es geregnet zu haben. Macht aber nichts, denk ich mir und bau erstmal ab, esse nen Snack und starte den Tag.

Da ich gestern schon los gelaufen bin sind es heute nur noch 16 Km zur Syterstugan. Ich spiele mit dem Gedanken anschließend noch etwas weiter zu gehen. Aber erstmal heißt es hinkommen. Ich treffe kurz nach dem loslaufen eine junge Frau auf dem Weg nach Hemavan, sie ist in Abisko gestartet und hat den Weg un fast hinter sich gelassen. Wir reden etwas über das Langstreckenwandern und nach ca 20 Minuten geht es wieder weiter.

Nicht viel Später bin ich an der Viterskalstugan, dort mache ich Frühstück und spreche anschließend etwas mit dem Hüttenwart (Stugvärd), er drückt mir sein bedauern aus, ob der schlechten Sicht. Das kommende, gewaltige, eiszeitliche Trogtal ist eines der beeindruckendesten Schwedens, wenn nicht gar Europas. Ich sehe davon allerdings nichts und gehe weiter meines Weges.hier und da eine Rast und bald bin ich an der Syterstugan.

Garnicht mal soooo spannend ohne Sicht

Dort treffe ich einen jungen Portugießen der auch nach norden wandert, wir haben uns heute im laufe des Tages schon ein paar mal gegrüßt. Hugo hat sich allerdings weniger Zeit eingeplant als ich, ansonsten werden wir uns wohl bis zu meinem ersten Ruhetag immer wieder sehen.

Wir reden noch ein Weilchen, dann macht er los und ich werde meinen “Vorsprung” von gestern auch nicht komplett liegen lassen und zumindest noch bis zum See gehen und dort Zelten. Somit erspare ich mir morgen einen 28 Km Tag!

Der Weg zum See ist super schön, seit dem Mittag kommt auch immer mehr die Sonne raus. Allerdings merke ich das der Rucksack ganz schön drückt, 10 Tage Verpflegung und die schwere Kamera, sind in Summe ne ganz schöne Last..

Als ich über die zweite Hängebrücke bin, hier scheinen die Rudeltieee zu sein, fällt mir eine schöne Zeltstelle ins Auge, welche ich sofort in beschlag nehme.

Zelten im See!

Heute bin ich ziemlich groggy, lasse mir das Bad im See aber nicht nehmen. Immerhin bedeuten die 4-5 Extrakilometer heute, eine Stunde weniger laufem morgen^^

Mal sehen was diese Nacht so bringt.. es bleibt spannend!

Gruß euer Bresh

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