Tag 20 Schwemsal – Riesa ca 87 Km

Nach dem langen Abend gestern fühle ich mich noch leicht zerknautscht aber das leckere Frühstück macht das alles wieder wett und gegen 10 bin ich wieder Unterwegs. Unmittelbar nach dem Aufbruch passiere ich die Grenze nach Sachsen, wieder bin ich ein Stückchen mehr daheeme! Es gibt leider kein Schild für das obligatorische Foto, aber auch so isses gut wie es ist =)

Da heute Männertag ist schmücke ich mein Rad noch Standesgemäß an der erstbesten Birke und dann geht es heute erst einmal auf dem Torgischen Weg hauptsächlich auf Schotterwegen durch den Wald bis nach Torgau, dort treffe ich wieder auf die Elbe und es ist eine kleine Pause angesagt.

Geschmückt!
Blinder Passagier Käfi fuhr bestimmt 20km mit mir und war ein Geduldiger zuhörer😅

Anschließend fängt es schon an so ein bisschen nach Elbtal auszusehen und der Weg geht wieder direkt am Fluss entlang, ist schon irgendwie interessant zu sehen wie die mächtige Elbe bei Hamburg immer kleiner wird. Hier gibt es ab und an sogar eine hübsche Aussicht!

Aussicht in Sicht
Weg am (kleiner werdenden) Fluss

Und dann passiert es.. pfffft.. wieder ist das hinterrad platt, bei der genaueren Untersuchung stelle ich fest das der Mantel gut durch ist und schon etliche kleine Löcher hat.. Fürs erste ist der Schaden schnell behoben, allerdings sorge ich mich schon ein wenig wie ich damit mein kommen soll.. ich spiele auch mit dem Gedanken in Riesa in den Zug zu steigen und heimzufahren.

Platt
Nimmer viel Material auf dem Mantel..
Der Mantel hat megaviele solche Stellen, nach dem Aufpumpen sehen die Stellen aus wie richtige Löcher

Kurz vor Riesa beschließe ich allerdings heute nicht heim zu fahren.. ich nehm mir ein Zimmer und werde morgen mal versuchen nen neuen Mantel aufzutreiben.

Als ich dann in Riesa angekommen bin finde ich auch gleich ein Zimmer und ruh erstmal ein wenig aus.

Leider hat das Nudelhaus zu und ich geh woanders essen, auch wenns keine Riesaer Nudeln sind, so sind es Nudeln in Riesa!

Leider geschlossen
gibt trotzdem Nudeln^^

Mehr passiert heute nicht mehr.

Gruß euer Nudelbresh

Tag 19 Gommern – Schwemsal ca 107 Km

Heute beginnt der Tag wieder wundervoll mit super Wetter und Vogelgezwitscher, insgesammt habe ich, glaube ich, echt Glück kit dem Wetter und dem Drumherum! Der Brötchenservice hier startet erst gegen neun, also hab ich genug Zeit alles soweit vorzubereiten das ich nach dem Essen gleich los kann. So mache ich es dann auch und mein Weg führt mich erstmal an kaum befahrenen Straßen zurück zum Elberadweg, leider kann man sie an dem Abzweig nicht sehen und ich biege auf den Radweg ab.. Für etwa 4 Kilometer folge ich ihm bis das nächste Hinweisschild kommt, und da merke ich.. falsche Richtung! Also dreh ich um und Radel die vier Kilometer zurück.. naja immerhin ist das Wetter gut und es sieht hier hübsch aus!

Ansonsten beginnt es sich auch schon sehr nach Heimat anzufühlen, gibt wieder “Rosa-Luxemburg-Straßen” und Kindertagesstätten “Pittiplatsch” und als sowas =)

Landschaftlich ist es heute nicht so spannend, ich folge fast ausschließlich einer Art LPG-Weg hinter dem Elbdeich.

Mal eine kleine Burg
Radweg durch den Wald

Auf der Fähre auf die Andere Elbseite treffe ich einen Kanadier und wir kommen ins Gespräch, er will auch in Aken eine Pause einlegen und so sitzen wir bald zusammen auf dem Markt und quatschen noch etwas bis ich mich wieder Aufmache.

Mein Timing ist auch ausgesprochen gut wie sich kurze Zeit Später in Dessau herausstellt.. Kaum im Großen Stadtpark eingetroffen und im Biergarten hingesetzt beginnt es zu regnen. Während ich so mein Eis schlemmer kommt sogar richtig was runter. Naja ich sitz im Trockenen und schau dem Wetter zu.. Anschließend folge ich dem Mulderadweg bis zum Muldestausee.

Pausensnack
Radweg durch den Wald
Muldestausee

Vom See aus ist es dann nicht mehr weit bis zu einem guten Freund und ehemaligen Arbeitskollegen, welcher vor ein paar Jahren zurück in die Heimat gezogen ist. Ihn zu besuchen habe ich mir auch schon länger vorgenommen, und so bietet diese Tour der Besuche sich regelrecht an!

Als ich dann ankomme haben wir einen tollen Abend und finden viel zum quatschen, Chrissi, wenn du das hier liest, das war ein toller Besuch, und ein wunderbarer Abend! Liebe Grüße auch an deine Mum =)

Nach vielen gewechselten Worten falle ich dann mal wieder sehr spät in ein richtiges Bett!

Gruß euer trocken gebliebener Bresh!

Tag 18 Wischer – Gommern ca 107 Km

Der Tag heute beginnt wunderbar, in der Nacht hat es zwar leicht geregnet aber die Morgensonne und der Wind trocknen alles sehr flott. Ich hab hier auf dem Zeltplatz sogar Brötchen, und so kann ich in aller Ruhe am See frühstücken!

Frühstück mit Aussicht

Heute komme ich recht Zeitig los, so gegen neun ist Start! Bis nach Tangermünde ist der Weg endlich mal wirklich gut, und auch danach bleibt er vollkommen okay bis ans heutige Ziel, einzig die kurzes Passagen durch die Ortschaften hier, sind durch immer wiederkehrende grobe Pflasterstraßen gekennzeichnet.

Tangermünde

Vor Rogätz gibts dann noch ne dicke Umleitung, da am Deich gewerkelt wird, das sind ca sieben extra Kilometer. In Rogätz selber nehme ich dann die Fähre und wechlse das erste mal seit Hamburg die Elbseite. Den angekündigten Schauer für Mittags bekomme ich leider zum Teil ab, ich schaffs nicht ganz bis zum anvisierten Unterstand.. Dann mache ich Pause und ziehe frisch gestärkt weiter. Nicht mehr weit bis Magdeburg, aber auf dieser Elbseite ist nichts davon zu spüren das hier eine große Stadt sein soll.. da ich aber auch keinen Bock auf Großstadt Stadtverkehr habe, ist mir das ganz recht.. Einzig die Fehlenden Pausepätze sind schade, einzig eine zu einer Schänke umgebaute Kirche fällt mir ins Auge, hat aber offenbar geschlossen..

Fähre in Rogätz
Wasserkreuzung, oben Mittellandkanal, unten Elbe

Dann ist es nicht mehr Weit, für mich geht es Heut zum Plattensee, doch gut 10 Kilometer zuvor erweist er sich als schlechtes Omen.. mir Platzt der Schlauch hinten.. Also meinem Fahrrad..

Zum Glück habe ich alles dabei was ich nun brauche, auch wenn ich echt zu tun habe die eine Hutmutter gelöst zu bekommen, insgesammt kostet mich die Geschichte eine volle Stunde, und anschließend sehe ich aus wie ein Schwein.. dreckig bin ich noch dazu! Aber ich bekomms wie gesagt hin und bin etwas später am Ziel.. zuerst versuch ich mich etwas im See zu waschen und dann gibts Schnitzel mit Pommes =)

Etwas mehr Zeit im See und anschließendes sitzen in der Sonne beschließen den Tag.

Plattensee

Bis die Tage euer Plattenbresh

Tag 17 Danneberg – Wischer ca 118 Km

Die Nacht war super erholsam, bereits gegen sechs bin ich ausgeschlafen und gammel noch etwas herum ehe ich mich zum Bäcker begebe und anschließend ausgiebig frühstücke. Dann kommt die Sonne über die Bäume und ich lasse mein Zelt gut durchtrocknen ehe ich dann gegen halb zehn in den Tag starte.

Dieser Beginnt gemütlich, so das ich mir mal die Zeit gönne um _alles_ an meiner Sattelstütze in Öl zu baden, in der Hoffnung das dass Quietschen dann aufhört, nach mehreren Anläufen gelingt mir das sogar und ich komme mit den Stops zum nachschmieren zwar langsamer voran aber schließlich komme ich an meinem ersten Pausepunkt, einem Aussichtsturm, an. Die Aussicht hier ist echt Mega!

Weites Land, mit Elbe im Bild

Anschließend komme ich nach Sachsen-Anhalt ich merke es tatsächlich nur anhand eines alten Geenzturmes, ein Schild oder dergleichen gibt es nicht^^ Von nun an fahre ich fast den gesamten Rest des Tages auf Kolonnenwegen mal besser, meist jedoch ziemlich nervig zu fahren, ich warte schon auf den nächsten Speichenbruch bei den unablässigen Schlägen die es gibt..

Ich passiere die ehemalige deutsch-deutsche Grenze
guter Kolonnenweg
Aussicht über den Elbdeich

Die Wegqualität ist hier echt nicht überzeugend und mir tut mein Fahrrad echt Leid! gute zehn Kilometer vor dem Ziel verlasse ich die Elbe etwas, um den angisierten Zeltplatz anzusteuern, der Weg ist jetzt sogar wieder besser, allerdings passiert mir dann keine zehn Minuten vor dem Ziel tatsächlich eine echt doofe Panne. Mein Gepäckträgerist mit je einer M5 Schraube links und rechts in der nähe der Nabe befestigt, und eine davon Bricht Sauber am Gewinde ab. Natürlich steckt das abgebrochene Stück Schraube auch noch im Gewinde.. Das ist mehr als unpracktisch. Doch glücklicherweise habe ich zwei weite Befestigungsmöglichkeiten wenige Zentimeter entfernt, und die abgebrochene Schraube ist lang genug um sie da hinein zu Schrauben, vorerst werde ich den Kolonnenweg wohl lieber meiden..

Aber naja ich bekomme die Situation eecht flott gelöst und komme dann Bald am Zeltplatz in Wischer an, der liegt an einem schönen See und ich hüpfe da auch direkt rein als ich angekomme! Ansonsten passiert nicht mehr viel, Tagebuch schreiben, essen ausruhen.. Morgens hat es sogar einen Brötchenservice! Klasse!

Gruß euer Improvisationsbresh

PS: Gegenwind fetzt ni!

Tag 16 Hamburg – Danneberg ca 110 Km

Nach dem langen Abend gestern wunderts mich das ich doch schon so zeitig wach bin, aber ich wollte ja eh mit Inge zum Bäcker. Gesagt, getan.. wir machen auch noch eine lange Pause vorm Bäcker und quatschen bei einem Kaffee noch eine ganze Weile ehe wir wieder heim gehen und Bouduh wecken, das Frühstück war viel zu schnell vorbei und ich bin wieder los.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Gastfreundschaft an euch beide, es hat mir sehr viel Freude bereitet bei euch seien zu können! Und wer weiss.. irgendwann läuft man sich bestimmt nochmal über den Weg.. und bis dahin gibts ja weiterhin Teamspeak und dergleichen, gegrüßt seien an dieser Stelle auch Fabi und die beiden kurzen! War ein schöner Tag, auf Bald!

Nach dem wir es dann geschafft haben uns zu verabschieden, komme ich heute sogar noch später als gestern los 😅

Ich fahre mehr oder minder direkt wieder an die Süderelbe und bleibe orographisch links, und dann beginnt der einfache Teil der Tour.. einfach nie zuweit vom Wasser weg! Ohne Karte und mit sehr wenig Handyunterstützung komme ich heute durch den Tag. der Elberadweg ist echt gut zum Radeln, und das Wetter ist heute auch noch super! Das ist regelrechtes genussradeln heute!

Frei nach Otto ..und ich radel hinterm Deich oho..
Lauenburg
Der Radweg ist die ganze Zeit super ausgebaut!

Einzig kurz vor Hitzacker wird es tatsächlich ziemlich hügelig, damit habe ich hier oben garnicht gerechnet!

Allerdings benutze ich heute den Motor kaum, da der Weg so super ist ist und ich mal keinen Gegenwind habe halte ich die Geschwindigkeit, aber welcher er sich gänzlich abschaltet sehr lange. Entsprechend ist die Batterie noch sehr voll als ich in die Hügel komme, der Höchste Punkt ist gut 100m über Elbniveau, und stellenweise ist es zwar nie lange steil aber machmal dafür sehr.. Also Motor tu deine Aufgabe! =D

Aufgrund des späten Starts spare ich mir den Aussichtsturm, ich möchte noch bis Danneberg, ehe der Zeltplatz zu macht. Dirt habe ich morgen Supermarkt, Bäcker und co..

Also halte ich mich ein bisschen ran und komme eine halbe Stunde vor Ende der Öffnungszeiten an! Heute passiert dann nicht mehr viel.. bissi futtern, von Mücken geplagt werden und Blog schreiben beschäftigen mich bis in den Abend, dann gehts zu Sack!

Gruß euer Turbobresh

Tag 15 Priwall – Hamburg ca 100 km

Heute morgen weckt mich das sanfte prasseln des Regens auf die Zeltplane, schade irgendwie.. Aber nichts desto trotz mache ich mich aus dem Zelt und geh in den Supermarkt um mich mit Snacks und Frühstückskrempel einzudecken. Endlich wieder Backwaren nach deutschem Standart!

Das Frühstück selbst ist wieder sehr lecker und die Wartezeit auf den nachlassenden Regen verbringe ich mit dem quatschen mit andren Zeltplatzbesuchern. Am Ende ist es halb elf ehe ich loskomme und und mich auf den Weg machen kann.

Kurz vor Lübeck bekomme ich nochmal eine ordentliche Dusche, aber ab da bleibt das Wetter trocken! Es wird sogar richtig schön, nur das ich mal wieder kräftigen Gegenwind abbekomme🙄

Hat grade aufgehört mit regnen^^

Es dauert garnichtmal so lang bis ich am Stadtrand von Hamburg bin, und ich muss sagen, bis auf die querung der Norderelbe war der ritt durch Hamburg echt fahrradfreundlich! Besonders die langegezogene Parkanlage in Wilhelmsburg hat mir echt ausgesprochen gut gefallen!

Gänsefleisch ma blads machn?
Auch Hamburg

Und so kam es das ich nach sechs bei Inge und Boudouh (fuck aus dem Kopf bekomm ich die Schreibweise nicht hin glaube xD) angekommen bin, Boudouh macht mir auch schon die Tür auf bevor ich klingeln kann! Später kommt nich sein Bruder und wir sitzen lange und quatschen echt viel. Spät geht es ins Bett, oder doch eher früh?🤔

Gruß Euer Astra-Bresh!

Tage 12-14 Helsinki – Priwall ca 30 km

Nachdem es gestern zielmich lange ging schlafe ich heute mal bis um acht (wow) anschließend nehme ich das Frühstücksbuffet war (überzeugt mich nicht) und gehe in die Morgensauna, da treffe ich einen Schweden, einen Tscheche und einen Finnen. Wir kommen schnell ins Gespräch und der Finne ist grad von einer Karaokebar wieder gekommen und noch sturzbetrunken.. Er singt fast die ganze Zeit und generell ist es sehr grotesk/witzig =D

Dann schaf ich mein Rad mal in die Werkstatt, mittlerweile habe ich zwei gebrochene Speichen, da hier gleich ein Laden um die Ecke ist, schaff ichs mal dort hin. Das nächste mal nehm ich mir mal welche als Ersatz mit.. Dann geht es zum Sightseeing das Eishockey-WM ist sieht man unschwer an den vielen Leuten in riesigen Trikots =D

sehr große Trikots

So büddel ich durch die Innenstadt bissi quer hin und her, Mache Mittag im HardRock Café und mach mich danach auf die Vorgelagerte Insel(gruppe) Suomenlinna auf. Im Archipel vor Helsinki gibt es, keine Ahnung, hunderte Inseln echt hübsch anzusehen! Auf drr Inselgruppe welche ich besuche, befindet sich das Militärmuseum und die Marineschule, welche Patrik besucht hat. Das Museum ist ganz spannend, und befasst sich mit den Beiden Weltkriegen, in jenen Finnland seine Unabhängikeit von Russland erkämpft, und gegen die Sovjetunion verteidigt hat. Ansonsten ist es ein schönes Inselchen mit Uboot zum anguggen und schöner Aussicht über das Meer.

ganz schön eng in so einem Uboot
bissi windig hier
Ideale Insel wenn man keine Nachbarn mag aber auch nicht so weit weg von ner (Groß)Stadt wohnen möchte

Mittlerweile ist es auch schon recht Spät, ich kaufe nur noch ein paar Kleinigkeiten ein und schreibe Karten, dann geht es ins Bett.

Am kommenden Morgen hole ich dann das Fahrrad wieder ab, hat alles geklappt und mache mich auf den Weg zum Hafen, die Fähre nach Travemünde legt am Stadrand ab, das sind gute 20 Kilometer, allerdings komplett auf Radwegen und -straßen, Es fährt sich richtig gut und entsprechend bin ich bald am Fährterminal.

Die Überfahrt wird bis spät in den Abend des morgigen Tages dauern, aber dank Internet- und Essenspaket ist es fast eine kleine Ostseekreuzfahrt 😅

Route
Kabine für mich allein!
Aussicht noch am Hafen
Abendbrot (nur einer von drei Gängen)

Die restliche Fahrt bleibt ziemlich ereignislos, und man plätschert so vor sich hin.. Hauptsächlich habe ich geschlafen und gegessen (immer im Wechsel)

Am Folgetag komme ich dann spät abends an, und wie bestellt setzt nach dem verlassen des Schiffes ein ordentlicher Regenguss ein. Das bleibt auch so bis weit in die Nacht, zwischendurch komme ich auf dem Zeltplatz an und nutze eine ca halbstündige Regenpause um mein Zelt aufzubauen.. Gute Nacht!

Euer Schwimmhautbresh

Tag 11 Haapsalu – Helsinki (115 Km)

Die letzten Tage habe ich einiges mit Patrik geschrieben, er muss wegen des Krieges in der Ukraine schon einen Tag eher einrücken und mein Plan mich morgen mit ihm zu treffen wird damit obsolet. Also passe ich den Plan aa die Realität an, dazu muss ich nur heute noch bis Helsinki kommen.. damit es halbwegs sinn macht und wir auch etwas Zeit zum quatschen haben ist die 17 Uhr Fähre von Tallinn mein Tagesziel.

Ich will mich allerdings nicht stressen und geh den Tag ganz normal an, einzig auf die Sightseeingtour in Tallinn muss ich wohl verzichten..

Am Morgen mache ich allerdings erstmal ein reichlich leckeres Frühstück (also von der Verpfegung her ist diese Tour einsame Spitze bisher!)

Frühstücksbuffet

Dann bin ich gegen halb neun abfahrbereit und lege los, heute ist es wieder sehr windig, aber die ersten Kilometer folge ich einem Radweg welcher tiefer liegt als die Straße und der angrenzende Wald sorgt für zusätzlichen Windschutz. So radelt es sich erstmal ganz gut.

Bei meiner ersten Pausenstelle muss ich dann allerdings in die langen Radhosen wechseln, die letzten Tage sind nicht nur sehr windig, sie sind auch merklich kälter. Heute zeigt das Quecksilber acht Grad!

So kommt es das ich nicht nur ne Jacke anhab, ein auch die langen Hosen müssen herhalten!

Pause!
Sumpfdotterblumenwiese (das Wort merke ich mir für das nächste mal Galgenraten!)

Anschließend geht es dann weiter bei diesen Temperaturen durch enorm anstrengenden Wind. Ich bleibe immer wieder stehen und stell mich kurz in eine Bushaltestelle um mich mal kurz aufzuwärmen und mal kurz aus dem Wind zu kommen. Spaß macht das so nicht wirklich. Allerdings ist das radeln hier Super, heute war ich nur für insgesammt rund fünf Kilometer auf einer etwas befahrener Straße ujd die letzten Kilometer zum Hafen waren auch nicht so richtig chillig (obwohl mit Fahrradspur) Ansonsten hatte ich nur Radwege oder eine Straße mit wirklich wenig Verkehr. Die Zweite Pause mache ichan einem Kloster, und dann noch mal eine feine Pause kurz bevor die Vororte Tallinns beginnen.

Zistersienserklosterruine in Padiese
schönes Tulpenbeet, finde wohl nicht nur ich..

Anschließend geht es nach Tallinn rein, und ich liege so gut in der Zeit das ich die fünf Uhr Fähre bekommen könnte, also fahre ich heute nur durch Tallinn durch, und mach mich direkt auf den Weg zum Fährhafen. Ich nehme mir aber fest vor nochmal herzukommen. Estland hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Am Hafen Stelle ich fest das “meine” Fähre nicht vom Kai ablegt welches als Kai nach Helsiki ausgeschildert ist, sondern vom Hauptterminal, diese Erkenntnis, und die Kompensation derer kosten mich bestimmt 20 Minuten.. das macht die Fähre sache nochmal spannender die nächste fährt erst 18:30 Uhr und ist entsprechend erst 21:00 in Helsinki..

Aber ich habe Glück und erreiche die Fähre 10 Minuten vor Abfahrt, während ich noch mein Fahrrad anschließe wird auch die Heckklappe geschlossen.. Das war wirklich “just in time”!

Da ist es aufgeräumt^^

Die Überfahrt dauert für die Gut 100 Kilometer ungefähr zweieinhalb Stunden und ist nicht besonders spannend. Interessant ist, das man vom Oberdeck aus schon bald gleichzeitig Finnland und Estland sehen kann.. ist also wirklich nicht weit, und das Schiff hoch genug^^

Patrik hat noch eine recht weite Fahrt, er ist noch bei Bekannten und ich wollte ihn nicht ewig warten lassen, also hab ich ihm geschrieben das ich die geplante fähre Knapp erreicht habe, also kann er starten. Dies bedeutet das ich etwas Zeit nach der Ankunft habe und schon Einchecken und mir etwas sauberes anziehen kann. Dann geht, natürlich mit dem Rad, zum echt finischen Restaurant das er empfohlen hat. Hier treffen wir uns das erste mal seit 2019 wieder, und ich bin sehr froh das wir es geschafft haben solange den Kontakt icht zu verlieren, wir haben viel zu bequatschen und die Zeit vergeht wie im Fluge, aber dann ist es auch leider schon viel zu schnell wieder vorbei, es ist Spät und er muss noch nach Hause.

Dein Kumpel landet gleich auf dem Teller!
Rentiergehacktes auf Kartoffelpüree (Patrik sein Rindersteak siht irgendwie leckerer aus.. der Hier war aber auch sehr lecker!)
Abschiedsfoto (für dieses mal)

Wir verabschieden uns und sind uns sicher das wir uns wieder treffen werden!

Patrik I know you will read this.. it was an total pleasure to make this meeting happen! I enjoyed it a lot! I wish you all the best and look forward to the next time. Maybe again somwhere in Lappland 😉

Nach diesem, echt anstrengendem Tag der auch nicht wirklich zeitig zuende ging falle ich in der Nacht einfach nur totmüde ins Bett und bin weg..

Übrigens habe ich jetzt zwei gerissene Speichen im Hinterrad ich glaub darum kümmer ich mich morgen..

Gute Nacht euer 1000 Kilometer Bresh

Tag 10 Pärnu – Haapsalu ca 100 Km

Die Nacht heute war wieder sehr erholsam auch wenn mir mein Hintern mittlerweile ordentlich weh tut, das Wandern verkraftet mein Körper irgendwie besser..

Aber wie dem auch sei, heute morgen habe ich viel Zeit zum Totschlagen, ich will meine (rechte) Pedale austauschen da sie nicht mehr lange machen wird denke ich und der Fahrradladen öffnet erst um zehn Uhr. Also auf zum Supermarkt und alles für ein leckeres Frühstück organisiert, es hat sogar einen Bäcker, dort kauf ich frische Brötchen. Beim Frühstücken selber merke ich dann allerdings das diese besonders lecker aussehenden Minibrötchen mit Fisch gefüllt sind.. Das passt wirklich nicht zu Nutella! Also lege ich sie zur Seite, hab ja zum Glück nur sechs davon geholt 🙄 Dann ist es auch schon fast soweit das ich los kann, die letzte viertelstunde bis der Fahrradladen öffnet warte ich am Fluss und schau mir die Gegend an. Pärnu ist wirklich ein hübsches Örtchen, das kann man sagen!

Anschließend kann ich passende Pedale erstehen und wechsel sie gleich vor Ort aus!

Warten am Fluss
Da hat sich wohl die äußere Lagerschale verabschiedet und mit ihr ein Großteil des äußeren Kugellagers

Da kann es nun also losgehen, heut ist wieder gutes Wetter ur der Wind wird über den ganzen Tag nich weniger und kommt leider genau aus der Richtung in welche ich möchte.. Der Weg selber ist sehr schön und geht meist an einer wenig befahrenen Straße entlang, Nach gut 20km biege ich auf eine Nebenstraße ab, welche durch einen idyllischen Wald führt.

Die Straße ist sogar bis kurz bevor ich wieder auf die größere Straße treffe asphaltiert!

Kurz nach einer Brücke über einen kleinen Fluss mit wunderschöner Auenlandschaft treffe ich wieder auf die Straße von vorhin und biege dann Richtung Haapsalu ab. Nun bin ich auf einer Straße wo kaum ein Auto fährt und radel am Rande eines Naturparks entlang. (Habe ich schon erwähnt wie ätzend der Wind heute ist?)

Hier kommt dann auch ein wirklich schöner Pausenpunkt, an dem ich mir eine längere Rast gönne, auch wenn es schon recht spät ist, durch den späten Start und mein langsames Vorankommen bei stetem Gegenwind. Es handelt sich um einen Vogelbeobachtungsturm mit Blick in das Naturschutzgebiet.

schöne Auenlandschaft
Vogelbeobachtungsturm…
… ohne Vögel, aber mit viel Landschaft, man sieht auch sehr gut wie viel Windschutz es so gibt..

Die letzten gut 20 Kilometer ziehen sich dann nochmal gehörig, und mittlerweile habe ich auch gut Hunger. Aber irgendwann bin ich dann da, diesmal gibt es sogar Menschen auf dem Zeltplatz! mit einem Berliner komme ich kurz ins Gespräch, aber ich will noch in die Stadt essen kaufen und dann endlich Abendbrot essen, hier hat es sogar eine Sauna, doch für diese fehlt mir der Elan, abgesehen davon das es keinen passenden See gibt. 😉

Estland gefällt mir sehr gut bisher ein wenig wie Skandinavien!

Zeltfoto!

Soviel heute von mir, ich hau mich jetzt hin, bis Morgen!

Euer Gegenwindbresh!

Tag 9 Klintis – Pärnu ca 97 km

Der Regentag gestern hat sich verabschiedet und die Sonne weckt mich heute morgen an meinem Schlafplatz mit Meeresrauschen. Und auch wenn die Nutella (mal wieder) steinhart ist, ist es ein schöner start in den Tag! Auch die Steecke ist heute zu beginn des Tages Traumhaft, es geht idyllisch an der Küste entlang bis ich ein paar Kilometern leider erstmal der Schnellstraße folgen muss.

Da soll sich mal einer auf den Weg konzentrieren ey..

Die Schnellstraße wurde ihr scheinbar vor nicht allzulanger Zeit ausgebaut, und zwar neben die bestehende Straße, wahrscheinlich um die Kreuzungspunkte zu reduzieren. Der Grund soll mir egal sein, somit habe ich jedenfalls fast die ganze Zeit bis Ainazi einen komfortionösen Radweg!

mein Radweg ist ausreichend breit für mich^^

Abgesehen davon ist heute zum Sonntag eh wenig Verkehr damit sind die Kilometer auf der Schnellstraße okay.

In Aunazi mache ich einen Stopp am Supermarkt und versorge meine Kette mit etwas Butter, der viele Regen gestern, in Verbindung mit dem ganzen Sand lässt sie so hässlich quitschen das ich etwas unternehmen muss! Beim schmieren der Kette fällt mir auch auf das eine Speiche gerissen ist, notdürftig fixiere ich sie erstmal, je nach Streckenqualität sollte das nicht besonders dringlich sein. Dann geht es über die Grenze nach Estland!

Die nächste Zeit geht es auf einer idyllischen kleinen Landstraße bis nach Häädemeesti, allein die Sprache lässt mich sofort an Finnland und den hohen norden denken. Und nicht von ungefähr, so sind die Esten kulturell den Finnen doch viel näher als den den baltischen Völkern. Auf jeden Fall ist die Strecke hier wunderschön und ich vergesse wieder mal zu fotografieren 🙄

Kurz vor Häädemeesti steht eine Erklärtafel mit Karte welche ich mir anschau, da kommt ein Mann mit großem Rucksack daher, wir kommen schnell ins Gespräch, Stefan aus der nähe von München ist ein Fernwanderer und schon seit Februar unterwegs. Wir quatschen echt viel und als wir uns verabschieden sind bestimmt zwei Stunden vergangen. Falls du das hier lesen solltest, danke für die schöne Pause!

Die hälfte der restlichen Strecken geht es leider wieder entlang der Schnellstraße dann geht es auf einem Super Radweg die letzten gut 20 Kilometer nach Pärnu rein.

ja was denn nun?

Pärnu selbst ist eine wunderschöne Stadt am Meer, der Zeltplatz mitten in der Stadt ist leider noch nicht geöffnet, aber die Besitzerin ist da und gewährt mir Einlass =) Sie entschuldigt sich sehr oft das noch nichts fertig ist, der Zeltplatz öffnet erst am 1. Juni, allerdings hab ich schon viel schlimmeres gesehen, ganz im Gegenteil, ich finds schön hier, und mitten in der Stadt ist auch das Abendessen nicht weit =)

Heute italienisch!
idylllischer kleiner Stadtzeltplatz!

Soo nun bin ich müde und erschöpft (heut war den ganzen Tag Gegenwind) also ab in den Schlafsack Gute Nacht!

Euer Arschweh-Bresh